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Determinanten der Akzeptanz moderner Technologien


 

Die technikphilosophische Reflexion des Themas „Determinanten der Akzeptanz moderner Technologien“ stellt das Thema „Vertrauen“, „Sicherheit“ und „Interesse und Nutzungsziele“ als wesentliche Konstituenten von Akzeptanz in den Vordergrund. Dabei werden folgende Thesen untersucht:

Themenschwerpunkt: Vertrauen

  1. Politiker, Wissenschaftler und Unternehmer müssen sich selbst als um Akzeptanz Werbende begreifen. Akzeptanz ergibt sich nicht automatisch, sondern erfordert einen hohen Aufwand und kontinuierliches persönliches Engagement, wenn man Akzeptanz nicht nur kurzfristig herstellen, sondern langfristig sichern möchte. Die Vertrauenskurve verläuft nach einer Hysteresis-Schleife, wie sie in der Magnetisierung von Werkstoffen bekannt ist: Es bedarf eines hohen Aufwandes, ist das bestehende Vertrauen aufgrund von Kommunikationsfehler oder politischem Fehl-Handeln verspielt, ist der Wiederherstellungsaufwand wesentlich größer.
  2. Die Bürger müssen sich selbst als zur Akzeptanz Aufgeforderte begreifen und aktiv am Gestalten ihrer Lebenswelt einwirken können. Sie dürfen sich nicht als Dulder oder Opfer technologischer Entwicklungen empfinden, sondern das realistische Gefühl haben, in der Tat etwas beeinflussen zu können.
  3. „Offenheit erzeugt Offenheit“ (H.-J- Bullinger). Die um Akzeptanz Werbenden müssen in der Regel Vorleistungen zur Transparenz erbringen.

 

Themenschwerpunkt: Sicherheit

  1. Die um Akzeptanz Werbenden müssen den Sicherheitsanspruch der Bürger hinsichtlich der zu akzeptierenden Technologien ernst nehmen. Selbst irrationale Ängste sind faktische Ängste, die Akzeptanz verhindern können.

 

Themenschwerpunkt: Interesse und Nutzungsziele

  1. Die um Akzeptanz Werbenden müssen ihr Interesse an und die Nutzungsziele von  der neuen Technologie wahrhaft und öffentlich bekunden, dabei muss die Politik  ihrer Orientierung an Mehrheitsverhältnisse gerecht werden, die Wirtschaft muss auch ihre Orientierung an Gewinnmaximierung mittels neuer Technologien thematisieren und die Wissenschaft muss eigenständig für effektives Funktionieren und der Behauptung wahrer Aussagen über neue Technologien sorge tragen. 

 

Zur Bearbeitung der Thesen werden relationslogische Theorien, Theorien zu Vertrauen, Theorien zu Risiko und Sicherheit und Theorien zu Interesse und Macht aus den einschlägigen Einzelwissenschaften herangezogen.

 

 

Kontakt

W. Zimmerli, K. Kornwachs, M. Harz (BTU Cottbus)

 



 

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