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Komplexe Reaktion zwischen Fluid- und Gesteinskomponenten


 

Thema dieses Vorhabens ist die Untersuchung des Verhaltens von unreinem CO2, das produktionsbedingt Anteile an Schwefel- und Stickoxiden sowie Sauerstoff enthält, auf potentielle gesteinsbildende Minerale. Die Einzelreaktion zwischen den Gasen, den Formationswässern und natürlichen Mineralphasen in Abhängigkeit von den Parametern Temperatur, Druck und Konzentration wurde charakterisiert, ebenso wie die Zwischenprodukte und stabilen Endprodukte. Der SO2- oder NO2-Gehalt in CO2 und die daraus resultierende Bildung von Schwefelsäure und Salpetersäure können die Alteration der festen Phasen erheblich beschleunigen. Insbesondere konnte die Anlösung von Karbonaten visuell sowohl mit reinem und unreinem scCO2 dokumentiert werden. Mit Ausnahme von Gips nach Experimenten mit Anhydrit und scCO2+NO2, konnten keine sekundären Mineralausfällungen nachgewiesen werden. Die erzielten Ergebnisse sind eine notwendige Grundlage für die zuverlässige Einschätzung und Modellierung der komplexen Wechselwirkungen zwischen flüssigen und festen Phasen, die im Untergrund während und nach der Sequestrierung von CO2 stattfinden.

 

Kontakt:

Prof. Jörg Erzinger (Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ)
Dr. Mónica Fernanda Vásquez Parra (Uni Potsdam / Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ)

 

 

AP324 REM-2

 

REM-Aufnahmen zeigen die korrosive Wirkung der scCO2 + SO2 auf Calcit.

 

 

 

Versuchsaufbau. Autoklaven in denen das Mineral-Fluidgemisch gerührt wird.
Material: Hastelloy®C-22 mit einer zusätzlichen Teflonbeschichtung (MagnaCoat 1508).

 

 

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